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Geldstrafe nach Kohlenmonoxid in Tiefgarage in Toronto

Gerüst wirft Schatten auf eine Betonwand
SymbolbildFoto: Ricardo Gomez Angel / Unsplash

Zwei Bauunternehmen in Ontario wurden zusammen mit 85.000 kanadischen Dollar bestraft, nachdem Arbeiter in einer Tiefgarage in Toronto (Kanada) Kohlenmonoxid von benzinbetriebenen Betonglättmaschinen ausgesetzt waren. Beide Unternehmen kontrollierten die Luftqualität zwar, nach Ansicht des Arbeitsministeriums jedoch nicht ausreichend.

Was geschah

Der Vorfall ereignete sich am 4. Juli 2023 beim Bau eines neuen Autohauses an der Yonge Street 5868 in Toronto, Ontario. Das Projekt umfasste eine dreistöckige Tiefgarage. Metro Concrete Works [2016] Inc. war vom Hauptauftragnehmer Fieldgate Construction Management Inc. als Subunternehmer beauftragt worden, eine rund drei Zoll (etwa 7,6 Zentimeter) dicke Betonschicht auf den tragenden Betonboden aufzubringen.

Die Arbeiter bearbeiteten den Beton mit Handwerkzeug und mit benzinbetriebenen Glättmaschinen. Als sich ein Arbeiter von Metro und mehrere andere unwohl zu fühlen begannen, wurden die Rettungsdienste alarmiert. Rettungskräfte behandelten mehrere Arbeiter wegen Kohlenmonoxid-Exposition. Die Feuerwehr von Toronto stellte später erhöhte Kohlenmonoxidwerte in der Garage fest und begann, das Gebäude zu belüften. Erste Luftmessungen zeigten, dass die Arbeiter Konzentrationen oberhalb der geltenden Grenzwerte ausgesetzt waren.

Ergebnisse

Eine Untersuchung des Arbeitsministeriums von Ontario ergab, dass auf Ebene P2 der Garage, wo die benzinbetriebenen Maschinen liefen, die Kohlenmonoxidkonzentration in der Luft nicht ordnungsgemäß gemessen wurde. Dies ist nach Ontario Regulation 213/91, der Verordnung für Bauprojekte, vorgeschrieben.

Beide Unternehmen bekannten sich nach dem Occupational Health and Safety Act schuldig. Fieldgate wurde verurteilt, weil es als Hauptauftragnehmer (constructor) nicht dafür sorgte, dass vorgeschriebene Maßnahmen und Verfahren umgesetzt wurden. Metro wurde gesondert verurteilt, weil es als Arbeitgeber nicht für die Einhaltung derselben Verordnung sorgte. Der Fall legt die Verantwortung somit bei beiden Parteien.

Ein Friedensrichter (Justice of the Peace) des Provincial Offences Court in Toronto verhängte die Geldstrafen am 28. August 2026: 55.000 Dollar für Fieldgate und 30.000 Dollar für Metro. Hinzu kommt der obligatorische Opferzuschlag von 25 Prozent, den der Provincial Offences Act vorschreibt.

Empfehlungen

Der Quellenbericht nennt keine konkreten Empfehlungen. Der Fall zeigt jedoch, dass Messen nur hilft, wenn dort gemessen wird, wo sich die Kohlenmonoxidquelle befindet. In diesem Fall gab es zwar eine Überwachung, aber nicht in dem Bereich, in dem die Benzinmaschinen eingesetzt wurden.

Kontext

Die IHSA, eine Organisation für Arbeitssicherheit im Bauwesen in Ontario, weist darauf hin, dass auf Baustellen Kohlenmonoxid bei benzin-, propan- und dieselbetriebenen Geräten freigesetzt wird und die Belastung in engen oder abgeschlossenen Räumen größer ist. Ausgrabungen, Gebäude oder abgeschlossene Bauwerke, in denen Brennstoff verbrannt wird, müssen auf Kohlenmonoxidkonzentrationen in der Luft geprüft werden, und es muss ausreichend natürliche oder mechanische Belüftung vorhanden sein. Laut IHSA gilt für Kohlenmonoxid ein zeitgewichteter Mittelwert-Grenzwert (TWA) von 25 ppm, ein Kurzzeitwert von 75 ppm über 30 Minuten und ein Spitzenwert von 125 ppm.

Für HSE-Fachleute weltweit ist die Lehre breit anwendbar: Verbrennungsmotoren in einer Garage, einem Keller oder einem anderen schlecht belüfteten Gebäudeteil erfordern eine Messung am Ort der Quelle, ausreichende Belüftung und klare Absprachen zwischen Hauptauftragnehmer und Subunternehmer darüber, wer was kontrolliert.

Quelle: Canadian Occupational Safety: Ontario construction firms fined $85,000 over carbon monoxide exposure, 6. Oktober 2026

Zusätzlich recherchiert: IHSA: Kohlenmonoxid (OHS Guide)

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