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EU-OSHA startet Kampagne für psychische Gesundheit 2026-2028

Ruhiger, aufgeräumter Arbeitsplatz mit Schreibtisch am Fenster
SymbolbildFoto: Justin Kauffman / Unsplash

Am 13. Oktober 2026 startete die EU-OSHA in Brüssel, Belgien, die EU-weite Kampagne „Healthy Workplaces 2026-2028: Together for mental health at work“ (Gemeinsam für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz). Am Programm der Auftaktveranstaltung nahmen Roxana Mînzatu, Exekutiv-Vizepräsidentin der Europäischen Kommission für soziale Rechte und Kompetenzen, hochwertige Arbeitsplätze und Krisenvorsorge, sowie William Cockburn, Exekutivdirektor der EU-OSHA, teil, die die europäische Agenda für psychische Gesundheit am Arbeitsplatz erörterten. Laut EU-OSHA ist fast die Hälfte (45 %) der Beschäftigten in der EU in Bezug auf ihre psychische Gesundheit am Arbeitsplatz gefährdet.

Was ist das Ziel der Kampagne?

Die Kampagne soll Arbeitgebern und Organisationen helfen, psychosoziale Risiken am Arbeitsplatz zu verhindern, zu bewerten und zu bewältigen. Sie läuft von 2026 bis 2028 und umfasst fünf Schwerpunkte: die Bewertung und Bewältigung psychosozialer Risiken; Mobbing, sexuelle Belästigung und Gewalt; physische Risiken und psychische Gesundheit; psychosoziale Risiken im Gesundheits- und Sozialwesen; sowie die Unterstützung der psychischen Gesundheit am Arbeitsplatz. Laut der Pressemitteilung der EU-OSHA leiden 29 % der Beschäftigten unter Stress, Angst oder Depressionen, die durch die Arbeit verursacht oder verstärkt werden.

Was steht rund um den Start auf dem Programm?

Zum Start ging eine mehrsprachige Kampagnenwebsite online. Vom 19. bis 24. Oktober 2026 folgt die Europäische Woche für Sicherheit und Gesundheitsschutz bei der Arbeit mit demselben Thema. Diese Woche und die Good Practice Awards bezeichnet die EU-OSHA als wichtige Meilensteine der Kampagne. Organisationen können sich als offizielle Kampagnenpartner anmelden. Darüber hinaus arbeitet die EU-OSHA mit nationalen Kontaktstellen, europäischen Sozialpartnern, EU-Institutionen und anderen EU-Agenturen zusammen. Die Kampagne lässt sich über den Hashtag #EUhealthyworkplaces auf LinkedIn, Facebook und Bluesky verfolgen.

Was bedeutet die Kampagne für Arbeitgeber?

„Arbeitgeber haben die gesetzliche Pflicht, die Gesundheit der Beschäftigten zu schützen, einschließlich ihrer psychischen Gesundheit“, so Cockburn. Dafür bietet die Kampagne Daten, evidenzbasierte Lösungen und praktische Instrumente, die auf Prävention, eine bessere Arbeitsorganisation und den Dialog zwischen Arbeitgebern und Beschäftigten ausgerichtet sind. Laut EU-OSHA stoßen Organisationen dabei häufig auf begrenztes Fachwissen und begrenzte Ressourcen. Eine anhaltende Exposition gegenüber psychosozialen Risiken führt laut der Agentur zu mehr Fehlzeiten und langfristigen Krankschreibungen sowie zu höheren Kosten für Organisationen. Mînzatu: „Niemand sollte sein Wohlbefinden opfern müssen, um seinen Lebensunterhalt zu verdienen.“

Kontext

Aus der European Survey of Enterprises on New and Emerging Risks (ESENER 2024) der EU-OSHA geht hervor, dass 56 % der Organisationen in der EU den Umgang mit schwierigen Kunden, Patienten oder Schülern als Risiko nennen. Dennoch erkennt ein Viertel (25 %) der Organisationen das Vorhandensein psychosozialer Risiken nicht an. Der Anteil der Arbeitsplätze, an denen Beschäftigte bei Maßnahmen gegen diese Risiken mitreden, sank zwischen 2019 und 2024 von 61 % auf 55 %. Von den Arbeitsplätzen mit psychosozialen Risikofaktoren geben 21 % an, dass diese schwerer zu bewältigen sind als andere Sicherheits- und Gesundheitsrisiken.

Quelle: Healthy Workplaces Campaign launch: improving mental health for workers in the EU starts here, 13. Oktober 2026

Zusätzlich recherchiert: EU-OSHA launches its Healthy Workplaces Campaign 2026-28: together for mental health at work (Pressemitteilung, 13. Oktober 2026); Prolonged sitting, psychosocial risks and digitalisation top workplace safety and health concerns, new EU survey reveals (7. Februar 2025)

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