Die Rylex Machine & Supply Ltd., ein Fertigungsunternehmen in Edmonton, Alberta, Kanada, wurde zu einer Geldstrafe von insgesamt 217.000 Dollar verurteilt, nachdem ein Mitarbeiter bei einem Unfall an einer Drehbank ums Leben gekommen war. Das Unternehmen bekannte sich am 14. September 2026 schuldig, keine Schutzvorrichtungen an beweglichen Maschinenteilen vorgesehen zu haben — mehr als zweieinhalb Jahre nach dem tödlichen Unfall.
Was ist passiert?
Am 4. März 2024 kam ein Arbeiter in der Fertigungswerkstatt von Rylex Machine & Supply im Osten von Edmonton ums Leben. Der Mitarbeiter wurde von einem rotierenden Werkstück an einer Drehbank erfasst. Rylex wurde zunächst wegen 12 Verstößen gegen den Alberta Occupational Health and Safety Code angeklagt. Am 14. September 2026 bekannte sich das Unternehmen in einem dieser Punkte schuldig: dem Fehlen von Schutzvorrichtungen an Stellen, an denen ein Arbeiter mit beweglichen Maschinenteilen in Kontakt kommen konnte. Die übrigen 11 Anklagepunkte wurden fallengelassen.
Erkenntnisse
Das Schuldeingeständnis bestätigt, dass das Fehlen einer angemessenen Maschinenschutzvorrichtung an der Drehbank den Kern des Verstoßes bildet. Ein separater Untersuchungsbericht mit eigenständigen Schlussfolgerungen wurde nicht veröffentlicht; das juristische Ergebnis selbst hält fest, dass die erforderliche Schutzvorrichtung gegen bewegliche Teile zum Zeitpunkt des Unfalls fehlte. Sowohl Rylex als auch die Staatsanwaltschaft haben noch 30 Tage Zeit, um Berufung einzulegen, sodass das Urteil noch nicht rechtskräftig ist.
Empfehlungen
Es wurde kein separater Untersuchungsbericht mit Empfehlungen veröffentlicht; die verhängten Urteilsauflagen dienen hier als nächstliegendes Äquivalent. Von der Gesamtstrafe von 217.000 Dollar sind 216.000 Dollar im Rahmen eines „Creative Sentencing“ für das Northern Alberta Institute of Technology (NAIT) vorgesehen, für die Anschaffung einer Doppelspindel-Drehbank und für Schulungen, die künftigen Fachkräften eine starke Sicherheitskultur vermitteln sollen. Zusätzlich zahlt Rylex eine Geldstrafe von 1.000 Dollar einschließlich Opferzuschlag. Das Unternehmen steht die kommenden zwei Jahre unter verschärfter behördlicher Aufsicht und muss eine Reihe von Maßnahmen umsetzen, um das betriebliche und individuelle Wissen zu Gesundheit und Sicherheit zu verbessern.
Kontext
Der Alberta Occupational Health and Safety Code legt in Part 22 (Safeguards) fest, dass Arbeitgeber sicherstellen müssen, dass bewegliche Maschinenteile, die ein Verletzungsrisiko darstellen, mit wirksamen Schutzvorrichtungen versehen sind. Diese Bestimmungen gelten ausdrücklich für Geräte wie Drehbänke, bei denen rotierende Werkstücke und Bauteile eine Verstrickungsgefahr darstellen. Das Fehlen solcher Schutzvorrichtungen ist in Kanada eine häufige Ursache für schwere und tödliche Arbeitsunfälle in der Metallverarbeitungsindustrie.
Quelle: Rylex Machine & Supply must pay $217,000 following lathe entanglement death, 22. September 2026

