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Medex-Infografik zeigt Arbeitsunfälle im öffentlichen Dienst

Leerer Glasgang mit weißem Geländer zwischen Gebäuden
SymbolbildFoto: Rowan Heuvel / Unsplash

Medex, der medizinische Begutachtungsdienst des Föderalen Öffentlichen Dienstes (FÖD) Volksgesundheit in Brüssel, Belgien, hat eine neue Infografik mit den wichtigsten Zahlen zu Arbeitsunfällen im belgischen öffentlichen Dienst im Jahr 2025 veröffentlicht. Medex bewertet unter anderem die medizinischen Folgen von Arbeitsunfällen bei Bediensteten des öffentlichen Dienstes und verfolgt die Arbeitsunfähigkeit von Beamten. Die neue Infografik zeigt die Entwicklung der Unfälle, die häufigsten Verletzungen, die vorübergehende und bleibende Arbeitsunfähigkeit sowie die damit verbundenen medizinischen Kosten, meldet der belgische Präventionsverband Prebes auf Grundlage von Informationen des FÖD Volksgesundheit.

Mehr als 41.000 Meldungen im Jahr 2025

Für 2025 wurden 41.842 Meldungen von Arbeitsunfällen im öffentlichen Dienst erfasst. Mehr als jeder vierte dieser Unfälle ereignete sich auf dem Weg von oder zur Arbeit. Nach belgischem Arbeitsunfallrecht gelten solche Wegeunfälle als Arbeitsunfälle, weshalb sie auch in den Medex-Zahlen enthalten sind. Der Anteil dieser Unfallart ist seit 2016 um 17 Prozent gestiegen, wie die Infografik zeigt. Laut der Meldung helfen die Zahlen, Risiken besser zu erfassen, bilden sie eine wichtige Grundlage für Prävention und unterstützen sie eine korrekte medizinische Betreuung von Beamten, die einen Arbeitsunfall erleiden.

14,8 Millionen Euro an medizinischen Kosten

Neben den Zahlen und der Art der Verletzungen zeigt die Infografik auch die finanziellen Auswirkungen. Medex zahlte in den Dossiers zu Arbeitsunfällen insgesamt 14,8 Millionen Euro an medizinischen Kosten aus. Die Meldung nennt keine weiteren finanziellen Posten, etwa Entschädigungen für Einkommensverlust. Laut Prebes verdeutlichen die Zahlen die Auswirkungen von Arbeitsunfällen sowohl auf Beschäftigte als auch auf Organisationen. Eine detaillierte Aufschlüsselung nach Verwaltungsbereich oder ein mehrjähriger Verlauf der Unfallzahlen selbst wird in der Meldung nicht gegeben; dafür wird auf die vollständige Infografik auf der Website des FÖD Volksgesundheit verwiesen.

Kontext

Laut den jüngsten Eurostat-Zahlen, für das Jahr 2024, verzeichnete die Europäische Union rund 2,78 Millionen nicht tödliche Arbeitsunfälle mit mindestens vier vollen Kalendertagen Ausfallzeit, 1,5 Prozent weniger als 2023. Die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle stieg um 45 auf 3.367. Je 100.000 Erwerbstätige entsprach das 1.359 nicht tödlichen und 1,65 tödlichen Unfällen. Fast ein Viertel (23,0 Prozent) der tödlichen Unfälle entfiel auf das Bauwesen, gefolgt von Verkehr und Lagerhaltung (15,9 Prozent). Die Zahlen sind nicht direkt mit denen von Medex vergleichbar: Die europäische Statistik lässt Unfälle auf dem Weg zwischen Wohnort und Arbeitsplatz außer Betracht, während diese in Belgien mehr als ein Viertel der Meldungen im öffentlichen Dienst ausmachen.

Die Überwachung von Arbeitsunfällen bei Bediensteten des öffentlichen Dienstes erfolgt nicht nur in Belgien: Auch anderswo in Europa erfassen eigene nationale Stellen solche Zahlen systematisch, als Grundlage für die Präventionspolitik und für die medizinische Betreuung von Beamten, die einen Unfall erleiden. Auch in der europäischen Statistik werden sie mitgezählt: Laut Eurostat enthalten die belgischen Zahlen in der europäischen Statistik seit den Daten für 2014 auch Unfälle im öffentlichen Dienst.

Quelle: Nieuwe Medex-infografiek brengt arbeidsongevallen in de publieke sector in kaart, 8. Oktober 2026

Zusätzlich recherchiert: Eurostat, Accidents at work statistics, Daten von September 2026

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