Das US-Arbeitsministerium (DOL) hat über die Mine Safety and Health Administration (MSHA) insgesamt 250.000 $ an zwei Organisationen für Aufklärungs- und Schulungsprogramme zur Bergwerkssicherheit bewilligt. Es handelt sich um die sogenannten Brookwood-Sago-Zuschüsse, ein Förderprogramm für Initiativen, die helfen, unsichere Arbeitsbedingungen in und um Bergwerke in den Vereinigten Staaten zu erkennen und zu verhindern.
Wofür sind die Zuschüsse gedacht?
Die Zuschüsse sollen bei der Entwicklung von Schulungsmaterial, der Durchführung von Kursen zur Bergwerkssicherheit und dem Aufbau von Bildungsprogrammen für die Gesundheit und Sicherheit von Bergarbeitern helfen, einschließlich der Bewertung der Wirksamkeit dieser Programme. Bei der Prüfung der Anträge gab die MSHA innovativen Plänen und Pilotprogrammen den Vorzug, die sich auf verschiedene Tätigkeiten im Bergbau anwenden lassen. Besondere Aufmerksamkeit galt zudem Initiativen für kleinere Bergwerke, insbesondere Schulungen zu den MSHA-Sicherheitsnormen und zur Notfallhilfe bei Arbeitsunfällen.
Wer erhält das Geld?
Der größte Teil des Betrags, 170.000 $, geht an die Saelua Medical Corporation mit Sitz in Pago Pago, Amerikanisch-Samoa. Die University of Arizona in Tucson, Arizona (USA), erhält die verbleibenden 80.000 $. Die MSHA hat nicht bekanntgegeben, welche Programme die beiden Organisationen mit dem Geld genau umsetzen werden. Das US-Arbeitsministerium gab die Bewilligungen am 26. Oktober 2026 in einer offiziellen MSHA-Pressemitteilung bekannt. Diese Mitteilung enthält keine Zitate von Verantwortlichen und nennt keine Frist für eine nächste Antragsrunde. Die US-Fachpublikation ISHN berichtete am 29. Oktober 2026 über die Bewilligungen.
Woher kommt der Name Brookwood-Sago?
Das Förderprogramm wurde 2006 im Rahmen des Mine Improvement and New Emergency Response Act (MINER Act) eingerichtet und ist nach zwei tödlichen Grubenunglücken benannt. Am 23. September 2001 kamen 13 Bergarbeiter bei einer Methanexplosion in Mine Nr. 5 von Jim Walter Resources in Brookwood, Alabama (USA), ums Leben. Am 2. Januar 2006 starben 12 Bergarbeiter bei einer Explosion in der Sago-Mine der Wolf Run Mining Company in Tallmansville, West Virginia (USA). Das Programm erinnert an die 25 ums Leben gekommenen Bergarbeiter.
Kontext
Nach Angaben der MSHA entstand das Brookwood-Unglück dadurch, dass ein Einsturz Methangas freisetzte, worauf zwei schwere Explosionen folgten. Der Einsturz ereignete sich laut MSHA gegen 17.15 Uhr Ortszeit. Beim Grubenunglück in Sago wurden 13 Bergarbeiter nach einer Explosion eingeschlossen; nur einer von ihnen überlebte, wie aus dem MSHA-Untersuchungsbericht zu dem Unglück hervorgeht. Im vergangenen Jahr, im September 2025, bewilligte die MSHA laut einer früheren Pressemitteilung über dieses Programm ebenfalls 250.000 $, damals an drei Einrichtungen: die University of Arizona, die Pennsylvania State University und die South Dakota School of Mines & Technology.
Quelle: DOL Awards $250K in Brookwood-Sago Grants for Mine Safety, Health Education, 29. Oktober 2026
Zusätzlich recherchiert: offizielle MSHA-Pressemitteilung „US Department of Labor awards $250,000 in Brookwood-Sago Grants to promote mine safety, health education“ (26. Oktober 2026), die MSHA-Übersichtsseite zum Grubenunglück in Brookwood sowie der MSHA-Untersuchungsbericht zum Grubenunglück in Sago.

