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OSHA bewilligt 10,2 Mio. Dollar für Sicherheitsschulungen

Leerer Klassenraum mit Stuhlreihen, bereit für eine Sicherheitsschulung
Symbolbild

Was umfasst die neue Förderrunde?

Die US-Arbeitsschutzbehörde OSHA (Occupational Safety and Health Administration), Teil des US-Arbeitsministeriums, hat am 1. Oktober 2026 rund 10,2 Millionen Dollar an 67 Organisationen in den gesamten Vereinigten Staaten vergeben. Die Mittel stammen aus dem Susan Harwood Training Grant Program und sind für Schulungen im Bereich Arbeitssicherheit bestimmt, damit Beschäftigte und Arbeitgeber ernsthafte Gefahren am Arbeitsplatz erkennen und Sicherheits- und Gesundheitsprogramme entwickeln und umsetzen lernen.

Die Zuschüsse richten sich gezielt auf klassenraumbasierte, von einer Lehrkraft geleitete Schulungen für Beschäftigte und für Arbeitgeber kleiner Unternehmen, mit Vorrang für Branchen mit hohen Zahlen an Arbeitsunfällen, Berufskrankheiten und Todesfällen. Von den geförderten Organisationen wird erwartet, dass sie sofort einsetzbares, praxisfertiges Schulungsmaterial entwickeln.

Für wen sind die Schulungen gedacht?

Die Schulungen konzentrieren sich auf drei zusammenhängende Bereiche: das Bewusstsein für Gefahren am Arbeitsplatz, die Vorbeugung und Beherrschung dieser Gefahren sowie das Erkennen von Gefahren während der Arbeit. Zusätzlich lernen die Teilnehmenden, wie ein Sicherheits- und Gesundheitsprogramm in einem Unternehmen eingeführt wird. Die Zielgruppe besteht ausdrücklich aus kleineren Arbeitgebern und ihren Beschäftigten, da kleinere Unternehmen oft weniger Kapazität haben, eigene Schulungsprogramme aufzubauen, als große, etablierte Organisationen.

Hintergrund

Das Susan-Harwood-Programm besteht bereits seit 1978, als es unter dem Namen „New Directions“ startete. 1997 erhielt es seinen heutigen Namen, zu Ehren von Susan Harwood, die siebzehn Jahre bei der OSHA arbeitete, unter anderem als Leiterin des Büros für Risikobewertung, und an Normen für unter anderem Benzol, Formaldehyd, Asbest, blutübertragbare Krankheitserreger und Bleiexposition im Baugewerbe mitwirkte. Harwood gilt zudem als treibende Kraft hinter OSHAs Baumwollstaub-Norm, die zu einem deutlichen Rückgang der Byssinose führte, einer Lungenerkrankung bei Textilarbeitern. OSHA wählt jedes Jahr neue vorrangige Schulungsthemen auf Basis von Daten zu tödlichen Arbeitsunfällen, nationalen Durchsetzungsprioritäten und geplanten Vorschriften.

Das Programm ist damit ein Beispiel für eine strukturelle, jahrzehntelange staatliche Investition in Arbeitsschutzschulungen. Das macht es auch außerhalb der Vereinigten Staaten relevant: Es zeigt, wie öffentliche Finanzierung von Schulungskapazitäten bei kleineren Arbeitgebern dazu beitragen kann, Arbeitsunfälle zu verringern – eine Fragestellung, die in praktisch jedem Land mit Industrie- und Kleinbetriebssektor relevant ist.

Quelle: OSHA Awards $10.2 Million in Susan Harwood Workplace Safety Training Grants, 1. Oktober 2026

Zusätzlich recherchiert: Susan Harwood Training Grant Program – Overview (OSHA.gov)

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