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Beziehungen entscheidend für Wohlbefinden von Führungskräften

Leerer Besprechungsraum mit Stühlen um einen Tisch
SymbolbildFoto: Danielle Cerullo / Unsplash

Beziehungen entscheidend für Wohlbefinden von Führungskräften

Eine neue dänische Studie zeigt, dass das Wohlbefinden von Führungskräften stark von den Beziehungen abhängt, die sie zu ihrer eigenen Führungskraft, zu Führungskollegen und zu einem breiteren Netzwerk innerhalb der Organisation pflegen. Die Forscherinnen und Forscher Malene Friis Andersen, Gastforscherin am Nationalen Forschungszentrum für Arbeitsumgebung (NFA) in Dänemark, und Jan Heiberg Johansen befragten im März 2025 insgesamt 22 Führungskräfte im dänischen Gesundheitswesen, darunter leitende Pflegekräfte, in einer dänischen Region. Die Studie ist eine Zusammenarbeit zwischen dem NFA und der Universität Aalborg (Dänemark). Die Teilnehmenden verfügten über zwei bis 25 Jahre Führungserfahrung. Die Ergebnisse wurden in einer wissenschaftlichen Publikation mit dem Titel „From Individual to Group: Organizational and Relational Strategies for Nurse Leader Well-Being“ veröffentlicht.

Unterstützung durch die eigene Führungskraft wiegt schwer

Die Interviews zeigen, dass die Beziehung zur eigenen, direkten Führungskraft entscheidend dafür ist, wie sich Führungskräfte fühlen. „Die Beziehung von Führungskräften zu ihrer eigenen direkten Führungskraft ist eigentlich sehr wichtig für ihr Wohlbefinden“, sagt Andersen. Führungskräfte brauchen Raum, um schwierige Situationen zu besprechen, und Hilfe bei der Priorisierung von Aufgaben, da viele ein zu hohes Arbeitspensum erleben. Vor allem in kritischen Situationen, etwa bei drastischen Einsparungen oder einer schwerwiegenden Beschwerde, ist laut den Forschenden schnelle und sichtbare Unterstützung durch die eigene Führungskraft entscheidend für das Vertrauen, das Führungskräfte danach haben. Laut Andersen stellen sich Führungskräfte in solchen Situationen die Frage: „Muss ich das allein schaffen, oder kann ich auf Unterstützung von meiner Führungskraft und meinen Führungskollegen zählen, wenn es schwierig wird?“

Kollegiale Netzwerke und die Rolle der Zeit

Auch der Kontakt zu anderen Führungskräften erweist sich als wichtig. Eine Gruppe von Führungskräften, in der Kolleginnen und Kollegen sich bei Dilemmata gegenseitig helfen, kann für Unterstützung sorgen, aber eine schlecht funktionierende Gruppe – etwa wenn vertrauliche Informationen weitergegeben oder gegen jemanden verwendet werden – kann hingegen zu Einsamkeit führen. Ein breiteres Netzwerk von Führungskräften aus anderen Abteilungen bietet zusätzlichen Raum, um frei zu sprechen, da dort weniger persönliches Interesse auf dem Spiel steht; Silodenken und physische Distanz schwächen diese Bindung jedoch. Hohe Arbeitsbelastung, administrative Aufgaben und unklare Rollen lassen Führungskräften wenig Zeit, sich gegenseitig zu unterstützen. „Beziehungen brauchen Zeit und Anlass, um als Unterstützung und Puffer funktionieren zu können“, so Andersen. Die Forschenden plädieren daher für organisatorische Zeit und feste Besprechungstermine statt nur individueller Maßnahmen wie Coaching. Frühere NFA-Forschung zeigte zudem, dass Mitarbeitende ein geringeres Risiko für langfristige Krankschreibung haben, wenn sie die Qualität der Führung als hoch erleben. Die Studie beschränkt sich auf eine Region und einen Sektor, was die breitere Anwendbarkeit begrenzt.

Kontext

Die dänische Forschung passt zu breiteren internationalen Signalen über zunehmenden Druck auf Führungskräfte. Laut Umfragen des Meinungsforschungsinstituts Gallup aus den Jahren 2020 und 2021 unter vollzeitbeschäftigten Erwachsenen in den Vereinigten Staaten stieg der Anteil der Führungskräfte, die sich „sehr oft“ oder „immer“ ausgebrannt fühlten, von 28 Prozent im Jahr 2020 auf 35 Prozent im Jahr 2021, während Stress und Angst bei Führungskräften hoch blieben und bei ausführenden Mitarbeitenden und höheren Führungskräften zurückgingen. Gallup nennt einen Mangel an Kommunikation und Unterstützung durch die eigene Führungskraft als mögliche Erklärung; nur einer von vier Managern gab damals an, eine gesunde Work-Life-Balance aufrechterhalten zu können. Zusammen mit der dänischen Studie unterstreicht dies, dass das Wohlbefinden von Führungskräften stark von den Beziehungen und der Unterstützung abhängt, die sie innerhalb ihrer Organisation erfahren.

Quelle: Relaties zijn belangrijk voor het welzijn van leidinggevenden, 29. Oktober 2026

Zusätzlich herangezogen: NFA/Universität Aalborg, „From Individual to Group: Organizational and Relational Strategies for Nurse Leader Well-Being“; Gallup, „Manager Burnout Is Only Getting Worse“ (2021)

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