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Frankreich startet landesweite Kontrollkampagne für mobile Arbeitsmittel und Hebezeuge

Bouwvakker op een bouwplaats
SymbolbildFoto: Thatselby / Unsplash

Im September 2026 hat die französische Arbeitsaufsicht (inspection du travail) eine landesweite Kontrollkampagne zu mobilen Arbeitsmitteln und Hebezeugen gestartet. Die Aktion ist Teil des Kontrollplans 2026-2029 der französischen Arbeitsaufsichtsbehörde und soll schwere Unfälle zwischen Fahrzeugen und Fußgängern am Arbeitsplatz reduzieren.

Welche Ausrüstung wird kontrolliert

Die Kampagne konzentriert sich auf fünf Kategorien von Arbeitsmitteln, die im Bauwesen, in der Industrie und in der Landwirtschaft häufig vorkommen: Bagger und Minibagger, Radlader und Minilader, Verdichter, Gabelstapler mit Fahrersitz sowie Traktoren mit Frontlader. Die Inspektoren prüfen die Unternehmen anhand von vier Punkten: die Qualität der Gefährdungsbeurteilung für diese Maschinen, die physische Trennung von Fahrzeugen und Fußgängern auf dem Gelände, die regelmäßigen technischen Prüfungen der Ausrüstung sowie die Ausbildung und Fahrberechtigung der Fahrer. Für Letzteres gilt seit Oktober 2025 eine neue, fünf Jahre gültige ärztliche Bescheinigung, die die bisherigen Eignungsnachweise ersetzt.

Besorgniserregende Ergebnisse der vorherigen Runde

Eine frühere Kontrollrunde in den Jahren 2023-2024 zu demselben Gerätetyp deckte erhebliche Mängel auf. Bei mehr als der Hälfte der kontrollierten Unternehmen fehlten die Gefährdungsbeurteilungen oder entsprachen nicht den Anforderungen. Bei 64 Prozent waren die Maßnahmen zur Trennung von Fahrzeugen und Fußgängern unzureichend, und bei 26 Prozent der Fahrer stimmten die Fahrberechtigungen nicht. Bei den regelmäßigen Prüfungen stieg der Anteil fehlender oder unvollständiger Nachweise bei Gabelstaplern auf 84 Prozent. Diese Zahlen waren der unmittelbare Anlass für die neue Kampagne.

Der Zeitplan der Kampagne verläuft in Phasen: Von Juni bis August 2026 wurden Unternehmen informiert und konnten eine branchenspezifische Selbstdiagnose durchführen, von September bis November 2026 finden die eigentlichen Betriebskontrollen statt, und bis Januar 2027 können Nachkontrollen und Folgemaßnahmen erfolgen. Ein landesweiter Auswertungsbericht wird für die erste Jahreshälfte 2027 erwartet.

Bedeutung für EHS-Fachleute

Für HSE-Fachleute weltweit ist die Kampagne relevant, weil sie zeigt, wie ein Land die Prüfung von Arbeitsmitteln und die Maschinensicherheit strukturell durchsetzt – ein Thema, das in nahezu jedem Rechtssystem durch vergleichbare Arbeitsschutzgesetzgebung und die verpflichtende regelmäßige Prüfung von Hebe- und Hubgeräten eine Rolle spielt. Die französischen Erkenntnisse über fehlende Gefährdungsbeurteilungen und unzureichende Trennung von Fahrzeugen und Fußgängern verdeutlichen Risiken, die ebenso auf Baustellen und Betriebsgeländen andernorts auftreten, und unterstreichen die Bedeutung lückenloser HSE-Dokumentationen und Fahrbefähigungsnachweise.

Zusätzlich recherchiert: DREETS Pays de la Loire (dreets.gouv.fr), Résilience Consultants (Kampagnenanalyse).

Quelle: Équipements mobiles et de levage : les contrôles ont débuté, 15. September 2026

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