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Tödliche Arbeitsunfälle in Frankreich erreichen Rekord 2025

Gelber Schutzhelm auf einer Holzpalette
SymbolbildFoto: Richard Heinen / Unsplash

In Frankreich sind 2025 unter den Beschäftigten der allgemeinen Sozialversicherungsregelung (régime général) erneut mehr anerkannte tödliche Arbeitsunfälle verzeichnet worden als im Jahr zuvor. Das geht aus den ersten Zahlen für 2025 der Assurance maladie – Risques professionnels hervor, dem französischen Arbeitsunfallversicherer für Beschäftigte im allgemeinen System. Die Zahl der anerkannten tödlichen Arbeitsunfälle erreichte damit den höchsten für dieses System seit mindestens 2004 gemessenen Stand.

Was zeigen die Zahlen der Assurance maladie?

Nach den ersten Angaben wurden 2025 insgesamt 783 tödliche Arbeitsunfälle unter Beschäftigten des französischen régime général anerkannt. Das ist ein Anstieg gegenüber 764 im Jahr 2024 und 759 im Jahr 2023. Die Zahl stieg damit zwei Jahre in Folge, mit 2025 als bisherigem Höchststand. Die Assurance maladie bestätigt damit den neuen Rekord, den die französische Gewerkschaft CGT bereits im September angekündigt hatte.

Neben den tödlichen Unfällen deuten die ersten Zahlen für 2025 auch auf einen Anstieg der anerkannten Berufskrankheiten und der ausgezahlten Tagegelder (indemnités journalières) bei Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten hin. Für diese beiden Indikatoren nennt die Quelle keine konkreten Zahlen.

Warum ist diese Zahl für HSE-Fachkräfte relevant?

Die Zahlen betreffen das régime général, das allgemeine Sozialversicherungssystem für Beschäftigte, und somit nicht alle Erwerbstätigen in Frankreich. Ein Anstieg, der sich über mehrere Jahre abzeichnet, statt eines einmaligen Ausschlags, ist für Sicherheitsfachkräfte und Präventionsberater ein Signal, das weitere Einordnung verdient: Handelt es sich um einen vorübergehenden Ausreißer, oder deutet dies auf eine strukturelle Verschlechterung der Arbeitssicherheit in bestimmten Branchen hin? Da die Quelle keine Aufschlüsselung nach Branche oder Ursache liefert, lässt sich auf Basis dieser Zahlen noch nicht sagen, welche Branchen am stärksten zu dem Anstieg beitragen.

Kontext

Auf europäischer Ebene meldete Eurostat, dass 2023 in der gesamten Europäischen Union 3.298 tödliche Arbeitsunfälle registriert wurden, 12 mehr als 2022, aber 110 weniger als 2013. Umgerechnet auf die Inzidenz entspricht dies 1,63 tödlichen Unfällen pro 100.000 Erwerbstätige, gegenüber 1,66 im Jahr 2022; seit 2016 liegt dieser EU-Durchschnitt unter 2 pro 100.000. Diese EU-weiten Zahlen liegen zwei Jahre hinter den französischen Zahlen dieses Artikels zurück und betreffen eine andere Population, wodurch ein direkter Vergleich nicht möglich ist. Sie zeigen aber, dass die EU-Inzidenz in den vergangenen Jahren relativ stabil blieb, während für das französische allgemeine System nun ein Anstieg gemeldet wird.

Für HSE-Fachkräfte verdeutlicht die französische Entwicklung, wie wichtig es ist, Unfallstatistiken über mehrere Jahre und nicht nur für ein einzelnes Jahr zu betrachten. Ein mehrjähriger Anstieg kann für Organisationen Anlass sein, ihre Präventionspolitik, Risikobeurteilungen und branchenspezifischen Ansätze erneut zu überprüfen.

Quelle: Arbeitsmortalität: der neue Rekord von 2025, bestätigt durch die Assurance maladie, 14. Oktober 2026

Zusätzlich recherchiert: Arbeitsunfälle forderten 2023 in der EU 3298 Todesopfer

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