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Mexiko verschärft Sicherheitsnorm für unterirdische Kohleminen

Leerer, beleuchteter Gang in einer unterirdischen Kohlemine mit gestütztem Dach
SymbolbildAlpha Perspective — Unsplash (underground mine tunnel)

Mexiko arbeitet an einer Überarbeitung der NOM-032-STPS-2008, der bundesweiten Sicherheitsnorm für unterirdische Kohleminen. Die Secretaría del Trabajo y Previsión Social (STPS), das mexikanische Arbeitsministerium, will mit der Aktualisierung Explosionen, Brände, gefährliche Atmosphären und Belüftungsprobleme im untertägigen Bergbau besser verhindern.

Was ändert sich in der Norm?

Der Entwurf, bekannt als PROY-NOM-032-STPS-2026, stellt unter anderem strengere Anforderungen an die Belüftung: Sekundärlüfter müssen über Tage stehen, geerdet sein und über eine Notstromversorgung verfügen, während die Stromversorgung der Mine automatisch abgeschaltet werden muss, sobald am Austritt des Hauptlüfters eine Methankonzentration von 1,5 Prozent oder mehr gemessen wird. Fest installierte Gasmessgeräte müssen kontinuierlich Kohlenmonoxid, Sauerstoff, Methan, Kohlendioxid und Schwefelwasserstoff messen und die Daten in Echtzeit an eine externe Kontrollstelle übermitteln, mit einer Datensicherung von mindestens sechs Monaten. Unter anderem Rettungstrupps, Vorgesetzte und Präventionsfachkräfte erhalten individuelle Mehrgasmessgeräte. Für Sprengstoffe gelten strengere Vorschriften, mit einer maximalen Methankonzentration von 0,5 Prozent an der Abbaufront vor der Sprengung. Minen müssen außerdem über Notfall-Rettungskammern mit Atemluft, Trinkwasser und Notverpflegung für mindestens 96 Stunden sowie einem Sauerstoff-Selbstretter pro Beschäftigtem verfügen, und über mindestens zwei vollständig unabhängige Alarmsysteme.

Warum ist das notwendig?

Laut Prevencionar México zählt der untertägige Kohlebergbau zu den Branchen mit dem höchsten Arbeitsrisiko. Brennbares Gas, brennbarer Staub, begrenzte Fluchtwege und schweres Gerät machen Explosionen, Brände und Einstürze zu dauerhaften Risiken. Sicherheit im untertägigen Bergbau erfordert laut der Fachzeitschrift ein Handeln, bevor sich ein Unfall ereignet, indem permanente Überwachung der Umgebungsbedingungen mit Schulung, Wartung und Notfallverfahren kombiniert wird.

Wie verläuft der Prozess?

Das Comité Consultivo Nacional de Normalización de Seguridad y Salud en el Trabajo (Nationaler Beratungsausschuss für Normung im Bereich Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz) genehmigte den Entwurf am 18. Februar 2026. Ausschussvorsitzender Omar Nacib Estefan Fuentes unterzeichnete den Entwurf am 13. März 2026 zur Veröffentlichung im Diario Oficial de la Federación (dem mexikanischen Amtsblatt), woraufhin eine öffentliche Konsultationsfrist von sechzig Kalendertagen galt. Der endgültige Inhalt der Norm steht noch nicht fest; er hängt von der Bearbeitung der eingegangenen Stellungnahmen ab. Laut Prevencionar México war die Aktualisierung im Oktober 2026 noch nicht abgeschlossen.

Kontext

Die Überarbeitung erfolgt zwanzig Jahre nach dem Unglück in der Kohlemine Pasta de Conchos im mexikanischen Bundesstaat Coahuila, wo am 19. Februar 2006 bei einer Explosion 65 Bergleute starben; die Überreste von 38 von ihnen sind bis heute nicht geborgen. Im Dezember 2025 veröffentlichte Mexiko außerdem das Dekret, mit dem der Senat das ILO-Übereinkommen 176 über Sicherheit und Gesundheitsschutz im Bergbau billigte; der Entwurf selbst verweist darauf. Auch anderswo gelten strenge Vorschriften: In den Vereinigten Staaten schreibt die staatliche Bergbauaufsicht MSHA seit Ende 2008 Rettungskammern in unterirdischen Kohleminen vor.

Quelle: México refuerza la seguridad en las minas subterráneas de carbón: avanza la actualización de la NOM-032, 9. Oktober 2026

Zusätzlich recherchiert: Normentwurf PROY-NOM-032-STPS-2026 (PLATIICA/STPS), „México obligará a mineras de carbón a instalar sistemas de seguridad“ (grupoanimal.mx, 5. März 2026)

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