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Klimawandel erhöht Arbeitsrisiken – mit ungleichen Auswirkungen auf Branchen und Gruppen

Bouwvakkers met helm op een zonnige dag
SymbolbildFoto: Mota Ehdaei / Unsplash

Der Klimawandel wirkt sich bereits messbar auf die Sicherheit und Gesundheit von Beschäftigten in der Europäischen Union aus, wie aus einem neuen Diskussionspapier der Europäischen Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) hervorgeht, veröffentlicht am 18. September 2026. Der 49-seitige Bericht mit dem Titel „Climate change-related occupational risks in Europe: unequal impacts on worker safety and health“ kombiniert eine Literaturauswertung mit Daten der OSH-Pulse-2025-Umfrage.

Mehr Verletzungen, weniger Produktivität

Laut EU-OSHA führt der Klimawandel bereits zu „mehr Verletzungen, negativeren Gesundheitsfolgen und Produktivitätsverlusten“ am Arbeitsplatz, unter anderem durch extremere Hitze, mehr Waldbrände und eine veränderte Exposition gegenüber UV-Strahlung und Luftverschmutzung. Branchen wie Bauwesen, Landwirtschaft und Außendienst sind am stärksten betroffen, doch die Agentur betont, dass auch Innenarbeit – etwa in schlecht belüfteten Gebäuden – nicht verschont bleibt.

Ungleiche Verteilung der Risiken

Der Bericht widmet sich ausdrücklich den Unterschieden zwischen Beschäftigtengruppen. Die Risiken sind demnach ungleich verteilt nach Geschlecht, Migrationsstatus, Alter, sozioökonomischer Lage und Beschäftigungsstatus. Beschäftigte in prekären oder informellen Arbeitsverhältnissen, Migrant:innen und ältere Beschäftigte tragen laut den Forschenden ein erhöhtes Risiko, unter anderem weil sie häufiger körperlich anspruchsvolle Arbeit verrichten oder weniger Zugang zu Schutzmaßnahmen und Krankheitsregelungen haben.

Für EHS-Fachleute weltweit unterstreicht der Bericht, dass Hitzeprotokolle und Klimaanpassung nicht losgelöst von sozialer Ungleichheit am Arbeitsplatz betrachtet werden können: Ein einheitlicher Ansatz greift zu kurz, wenn nicht auch berücksichtigt wird, wer am härtesten betroffen ist. Ähnliche Empfehlungen kursieren inzwischen auch bei Aufsichtsbehörden außerhalb Europas, was das Thema für praktisch jede Rechtsordnung relevant macht.

Quelle: Climate change and OSH: unequal risks across sectors and occupations, 18. September 2026

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