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UnfalluntersuchungIndustrie & Produktion

Firma nach tödlichem Förderband-Quetschunfall gebüßt

Förderband mit Maschinenschutzverkleidung in industrieller Umgebung
SymbolbildFoto: Alberto Rodríguez / Unsplash

Ein britisches Rohstoffunternehmen wurde zu einer Geldstrafe verurteilt, nachdem ein 34-jähriger Produktionsmitarbeiter in einem Förderband auf einem Depot in Dagenham, Vereinigtes Königreich, eingeklemmt wurde und starb. Das Gericht verhängte gegen das Unternehmen eine Geldstrafe von 24.000 £ sowie 43.000 £ Verfahrenskosten. Britischen Medienberichten über die Verhandlung zufolge war eine Quetschgefahr an dieser Stelle bereits zwei Monate vor dem Unfall bekannt, wurde jedoch nicht behoben. Das Unternehmen bekannte sich schuldig, gegen die britischen Vorschriften für Arbeitsmittel verstoßen zu haben.

Was geschah

Der Unfall ereignete sich am 24. Juni 2020 bei Gill Aggregates Limited, einem Anbieter von Baustoffen und Transportdienstleistungen, im East London Aggregate Depot in der Halyard Street in Dagenham, Vereinigtes Königreich. Der 34-jährige Produktionsmitarbeiter geriet in ein sogenanntes Sackglättungsförderband, ein Förderband zum Flachpressen von Säcken, und wurde durch eine Öffnung in der festen Schutzverkleidung in den Verdichtungsbereich des Bandes hineingezogen. Er starb einige Tage später im Krankenhaus an seinen Verletzungen.

Eine Untersuchung der britischen Arbeitsschutzbehörde Health and Safety Executive (HSE) ergab, dass die feste Schutzverkleidung des Förderbands eine Öffnung von etwa 600 mal 335 Millimetern aufwies — groß genug, um Zugang zu den beweglichen Teilen zu ermöglichen. Britischen Medienberichten über die Verhandlung zufolge hatte das Unternehmen die Quetschgefahr an dieser Stelle selbst bereits zwei Monate vor dem Unfall festgestellt, zum Zeitpunkt des Unfalls jedoch noch keine ausreichenden Maßnahmen ergriffen, um die Öffnung zu schließen. Nach dem Todesfall brachte das Unternehmen zusätzliche Schutzvorrichtungen an.

Der Fall wurde vor dem Snaresbrook Crown Court verhandelt. Gill Aggregates Limited bekannte sich schuldig, gegen Regulation 11(1) der Provision and Use of Work Equipment Regulations 1998 (PUWER) verstoßen zu haben, der britischen Vorschrift, die Arbeitgeber verpflichtet, gefährliche bewegliche Maschinenteile ausreichend abzusichern. Am 28. September 2026 verhängte das Gericht eine Geldstrafe von 24.000 £ zuzüglich 43.000 £ Verfahrenskosten.

Schlussfolgerungen

Der Fall zeigt, dass ein zuvor erkanntes Risiko ohne Folgemaßnahmen zu einem tödlichen Unfall führen kann. Laut HSE-Inspektorin Adepeju Sogadgi, zitiert in der Pressemitteilung der Aufsichtsbehörde, waren die Gefahren durch gefährliche bewegliche Maschinenteile „well known“ (allgemein bekannt), und Arbeitgeber müssen wirksame Maßnahmen ergreifen, um zu verhindern, dass Beschäftigte Zugang zu gefährlichen Teilen erhalten. Laut HSE versäumte es das Unternehmen, den Zugang zu gefährlichen Maschinenteilen zu verhindern; Medienberichten zufolge war das zugrunde liegende Risiko zudem bereits zuvor festgestellt worden.

Dieser Artikel wurde als Notlösung erstellt: Es liegt kein separater, öffentlich zugänglicher technischer Untersuchungsbericht zu diesem Unfall vor, sondern lediglich die Pressemitteilung der HSE zur Verurteilung sowie ergänzende britische Medienberichte. Elemente, die nicht eigenständig verifiziert werden können — etwa ein formelles Empfehlungsdokument der HSE an das Unternehmen — werden im Folgenden entsprechend gekennzeichnet.

Empfehlungen

Die HSE veröffentlichte zu diesem Unfall kein separates Empfehlungsdokument; maßgeblich ist die gesetzliche Verpflichtung selbst. Regulation 11 der PUWER schreibt vor, dass gefährliche bewegliche Teile in erster Linie eine feste, umschließende Schutzverkleidung erhalten müssen; ist dies nicht praktikabel, andere Schutzvorrichtungen oder Sicherheitseinrichtungen wie verriegelte Schutzverkleidungen, die die Bewegung stoppen, bevor jemand den Gefahrenbereich erreicht; und erst danach zusätzliche Schutzausrüstung, Unterweisung, Schulung und Aufsicht. Die HSE empfiehlt zudem, Maschinengefahren als festen Bestandteil der Gefährdungsbeurteilung zu identifizieren, mit entsprechenden Maßnahmen. In diesem Fall fehlte an einer bereits bekannten Gefahrenstelle eine dichte feste Schutzverkleidung, was laut HSE einem Versäumnis gleichkam, die gesetzlich geforderten wirksamen Maßnahmen zu ergreifen.

Kontext

Den eigenen Leitlinien der HSE zur Provision and Use of Work Equipment Regulations 1998 zufolge müssen Arbeitgeber die Bewegung gefährlicher Maschinenteile stoppen, bevor ein Körperteil den Gefahrenbereich erreicht, oder den Zugang dazu vollständig verhindern — eine feste Schutzverkleidung gilt dabei als bevorzugte Lösung, wenn kein routinemäßiger Zugang erforderlich ist. Innerhalb der Europäischen Union gelten vergleichbare Anforderungen: Die Maschinenrichtlinie (2006/42/EG) legt Konstruktionsanforderungen für Hersteller fest, und die Arbeitsmittelbenutzungsrichtlinie (2009/104/EG) verpflichtet Arbeitgeber, gefährliche bewegliche Teile abzusichern. Für EHS-Fachleute weltweit unterstreicht dieser Fall, dass ein einmal erkanntes Quetschrisiko an Förderbändern, unabhängig vom Rechtsraum, eine unmittelbare und nachweisbare Folgemaßnahme erfordert — und keine Feststellung, die ohne Maßnahme bleibt.

Quelle: Aggregates company fined after worker killed in conveyor crush, 29. September 2026

Zusätzlich recherchiert: HSE — Provision and Use of Work Equipment Regulations (PUWER): overview, Dagenham firm fined £24,000 after worker’s death, Londoncrimenews

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